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Route 66 mit dem Motorrad: 14 Etappen, Karte, GPX und Biker-Tipps

Auf einen Blick: Chicago bis Santa Monica, rund 3.900 km in 14 Etappen, 8 Bundesstaaten. Die besten Stücke für Motorradfahrer: Devils Elbow in Missouri, Seligman bis Kingman und der Sitgreaves Pass nach Oatman in Arizona. Beste Reisezeit Mai bis Juni und September bis Oktober. Am 11. November 2026 wird die Route 66 100 Jahre alt.

Santa Monica Pier
Santa Monica Pier

Die Route 66 ist die Motorradreise schlechthin: 2.400 Meilen durch Prärie, Wüste und Kleinstädte, Diners, Neon und alte Tankstellen. Kurvig ist sie selten, aber das Gefühl auf den alten Abschnitten abseits der Interstate ist unschlagbar, und ein paar Stücke sind auch für Kurvenfans richtig gut. Hier findest du die ganze Strecke als Karte mit 14 Tagesetappen, alle wichtigen Stopps und die Tipps, die speziell für Motorradfahrer zählen: Miete, Hitze, Tanken und Helmpflicht.

Karte der Route: Route 66 mit dem Motorrad: 14 Etappen, Karte, GPX und Biker-Tipps

Google Maps berechnet die Strecke selbst, kleine Abweichungen sind möglich.

Die Linie zeigt die Route in 14 Etappen, mit dem Tag-Filter blendest du einzelne Tage ein. Klicke auf eine Nummer für Foto und Infos. Das GPX enthält einen Track je Tag, so lädst du dir jeden Morgen nur die Etappe aufs Navi.

Planung für Motorradfahrer

  • Mietmotorrad: In Chicago und Los Angeles gibt es Vermieter mit Touring-Motorrädern. Eine Einwegmiete von Chicago nach Los Angeles kostet meist einen Aufpreis, rechtzeitig buchen, besonders zum Jubiläum.
  • Führerschein: Der EU-Motorradführerschein reicht meist für die Miete, ein Internationaler Führerschein wird empfohlen. Frag beim Vermieter nach, was er verlangt.
  • Helm: Die Helmpflicht ist je Bundesstaat verschieden, in Kalifornien gilt sie für alle. Fahr trotzdem überall mit Helm.
  • Reisezeit: Mai bis Juni und September bis Oktober. Im Hochsommer hat die Mojave-Wüste oft über 40 °C, dann früh am Morgen fahren und mittags Pause machen.
  • Tanken: In der Wüste liegen Tankstellen weit auseinander. Zwischen Amboy und Ludlow gibt es keinen Service, mit kleinem Tank vorher voll machen.
  • Wind: In Texas und New Mexico weht oft starker Seitenwind. Rechne damit, besonders auf offener Strecke neben der Interstate.

Die besten Abschnitte für Motorradfahrer

  • Devils Elbow (Missouri): kurze, kurvige Originaltrasse durch Wald zur Brücke von 1923.
  • Seligman bis Kingman (Arizona): der längste durchgehende Abschnitt, weite Kurven, wenig Verkehr, Hackberry in der Mitte.
  • Sitgreaves Pass nach Oatman (Arizona): enge Kehren, kaum Leitplanken, wilde Esel. Das kurvigste Stück der ganzen Route.
  • Painted Desert (Arizona): die Parkstraße durch den Petrified Forest, ruhig und mit großen Ausblicken.
  • Mojave (Kalifornien): Amboy bis Ludlow, schnurgerade, leer, Wüste pur. Nur mit vollem Tank.

Die 14 Etappen

TagStreckekmStopps
1Chicago → Springfield (IL)3391, 2, 3, 4
2Springfield (IL) → St. Louis1905, 6
3St. Louis → Springfield (MO)3547, 8, 9, 10
4Springfield (MO) → Tulsa32511, 12, 13, 14
5Tulsa → Oklahoma City18215
6Oklahoma City → Amarillo42416, 17
7Amarillo → Santa Rosa27818, 19, 20
8Santa Rosa → Albuquerque19221
9Albuquerque → Gallup22322
10Gallup → Holbrook18423, 24
11Holbrook → Williams19925, 26
12Williams → Kingman21127, 28
13Kingman → Barstow34329, 30, 31
14Barstow → Santa Monica25032

Die Etappen sind so gelegt, dass jeden Abend ein Ort mit Motels kommt. Wer mehr Zeit hat, teilt die langen Tage in Oklahoma und Texas.

Die Stopps von Chicago bis Santa Monica

1. Begin-Schild in Chicago (Tag 1)

Start an der Adams Street Ecke Michigan Avenue. In der Innenstadt ist Parken mit dem Motorrad teuer, mach das Startfoto am besten früh am Morgen und fahr dann direkt auf der Einbahnstraße Adams Street nach Westen los.

2. Gemini Giant in Wilmington (Tag 1)

Gemini Giant in Wilmington
Gemini Giant in Wilmington

Der Astronaut aus den 1960ern ist der erste echte Route-66-Moment nach der Großstadt. Davor ist genug Platz, um das Motorrad fürs Foto neben ihn zu stellen.

3. Route 66 Museum in Pontiac (Tag 1)

Kleines Museum zur Route 66 in Illinois, die Innenstadt ist voller Wandbilder. Ein guter erster Kaffeestopp nach etwa 160 km.

4. Cozy Dog Drive In in Springfield (Illinois) (Tag 1)

Cozy Dog Drive In in Springfield (Illinois)
Cozy Dog Drive In in Springfield (Illinois)

Das Diner von 1946 ist ein klassisches Etappenziel für den ersten Tag. Springfield hat viele Motels, oft mit überdachten Stellplätzen nah am Zimmer.

5. Old Chain of Rocks Bridge (Tag 2)

Old Chain of Rocks Bridge
Old Chain of Rocks Bridge

Die Brücke mit dem berühmten Knick ist für Motorräder gesperrt, nur Fußgänger und Radfahrer dürfen darüber. Parke auf der Seite von Illinois und geh ein Stück hinaus.

6. Ted Drewes Frozen Custard in St. Louis (Tag 2)

Der Custard-Stand an der alten Trasse ist an warmen Abenden voll mit Bikern. Der „Concrete“ ist so dick, dass er beim Umdrehen nicht herausfällt.

7. Meramec Caverns bei Stanton (Tag 3)

Die Tropfsteinhöhle ist im Sommer die beste Abkühlung der Etappe, drinnen ist es dauerhaft kühl. Führungen laufen täglich, Preise vorher prüfen.

8. Wagon Wheel Motel in Cuba (Tag 3)

Wagon Wheel Motel in Cuba
Wagon Wheel Motel in Cuba

Die Steinhütten von 1938 sind ein Klassiker zum Übernachten, das Motorrad steht direkt vor der Tür. Cuba ist voller Wandbilder, eine Runde durch den Ort lohnt sich.

9. Devils Elbow Bridge (Tag 3)

Eines der schönsten Stücke für Motorradfahrer in Missouri: die alte Trasse windet sich durch Wald zur Brücke von 1923 an einer Flussschleife. Kurz, kurvig und weit weg von der Interstate.

10. Birthplace of Route 66 in Springfield (Missouri) (Tag 3)

Hier wurde am 30. April 1926 die Nummer 66 festgelegt. Zum 100. Geburtstag gibt es seit April 2026 die Birthplace Plaza mit Wandbild und Mosaikkarte.

11. Gay Parita bei Paris Springs (Tag 4)

Die nachgebaute Sinclair-Tankstelle liegt an einem ruhigen Stück alter Straße, ideal für ein Retro-Foto mit dem Bike vor den alten Zapfsäulen.

12. Galena (Kansas) (Tag 4)

Kansas hat nur rund 13 Meilen Route 66, aber sie sind schön zu fahren. In Galena steht der Abschleppwagen, der als Vorbild für „Hook“ aus „Cars“ gilt, kurz dahinter die Brush Creek Bridge.

13. Blue Whale of Catoosa (Tag 4)

Blue Whale of Catoosa
Blue Whale of Catoosa

Der lächelnde Betonwal ist das Wahrzeichen der Route 66 in Oklahoma. Kurzer Stopp, Eintritt frei, genug Platz am Straßenrand fürs Motorrad.

14. Cyrus Avery Plaza in Tulsa (Tag 4)

Cyrus Avery Plaza in Tulsa
Cyrus Avery Plaza in Tulsa

Der Platz ehrt den „Vater der Route 66“. Am 11. November 2026 feiert Tulsa hier den 100. Geburtstag mit Parade und Konzerten, ein Termin für alle, die zum Jubiläum fahren.

15. Round Barn und POPS in Arcadia (Tag 5)

Round Barn und POPS in Arcadia
Round Barn und POPS in Arcadia

Die runde Scheune von 1898 und gleich daneben POPS mit der riesigen Limo-Flasche. Abends leuchtet die Flasche, ein schöner Halt kurz vor Oklahoma City.

Round Barn und POPS in Arcadia
Round Barn und POPS in Arcadia

16. Route 66 Museum in Clinton (Tag 6)

Route 66 Museum in Clinton
Route 66 Museum in Clinton

Eines der besten Museen der ganzen Strecke, mit Fahrzeugen, Diner-Szene und Musik. Gut für die heiße Mittagszeit.

17. U-Drop Inn in Shamrock (Tag 6)

U-Drop Inn in Shamrock
U-Drop Inn in Shamrock

Die Art-déco-Tankstelle von 1936 ist abends mit Neon am schönsten. Wer in Shamrock übernachtet, bekommt das Foto mit dem Bike vor der Beleuchtung.

18. Cadillac Ranch bei Amarillo (Tag 7)

Cadillac Ranch bei Amarillo
Cadillac Ranch bei Amarillo

Zehn halb eingegrabene Cadillacs, Sprühen erlaubt. Das Motorrad bleibt an der Frontage Road der I-40, der Weg ist bei Regen matschig.

19. MidPoint Cafe in Adrian (Tag 7)

Laut Schild genau die Mitte: 1.139 Meilen bis Chicago und bis Los Angeles. Das Foto am Mittelpunkt-Schild gehört dazu.

20. Blue Hole in Santa Rosa (Tag 7)

Eine glasklare Quelle mitten in New Mexico, nach Stunden in Motorradkleidung die beste Erfrischung der Strecke. Öffnungszeiten vorher prüfen.

21. Central Avenue in Albuquerque (Tag 8)

Central Avenue in Albuquerque
Central Avenue in Albuquerque

Der längste städtische Abschnitt der Route 66, mit Neonschildern und dem KiMo Theatre. Am 7. November 2026 gibt es „Chrome & Neon at 100“ mit Neon-Cruise.

22. El Rancho Hotel in Gallup (Tag 9)

El Rancho Hotel in Gallup
El Rancho Hotel in Gallup

Das Hotel der Hollywood-Western-Stars von 1937. Auch ohne Übernachtung lohnt ein Blick in die Lobby, davor ist Platz zum Parken.

23. Petrified Forest Nationalpark (Tag 10)

Petrified Forest Nationalpark
Petrified Forest Nationalpark

Der einzige Nationalpark an der Route 66, mit Painted Desert Inn und einem rostigen Studebaker auf der alten Trasse. Die Parkstraße ist ein ruhiger, aussichtsreicher Umweg. Motorräder zahlen Eintritt, den aktuellen Preis vorher prüfen.

Petrified Forest Nationalpark
Petrified Forest Nationalpark

24. Wigwam Motel in Holbrook (Tag 10)

Wigwam Motel in Holbrook
Wigwam Motel in Holbrook

Übernachten in Beton-Tipis von 1950, das Motorrad parkt zwischen den Oldtimern davor. Früh buchen.

25. Standin’ on the Corner in Winslow (Tag 11)

Die Ecke aus dem Eagles-Song mit Statue und Wandbild. Kurzer, fröhlicher Halt mitten in Winslow.

26. Meteor Crater (Abstecher) (Tag 11)

Ein 1,2 km breiter Einschlagkrater, rund 6 Meilen südlich der I-40. Die Zufahrt ist breit und gut asphaltiert.

27. Seligman und Snow Cap (Tag 12)

Seligman und Snow Cap
Seligman und Snow Cap

Hier beginnt der längste durchgehende Abschnitt der Route 66 in Arizona, für viele Biker der schönste Teil der ganzen Strecke: weite Kurven, kaum Verkehr. Im Snow Cap gehören Scherze der Bedienung dazu.

28. Hackberry General Store (Tag 12)

Hackberry General Store
Hackberry General Store

Der einsame Laden mit alten Zapfsäulen liegt mitten auf dem schönen Stück zwischen Seligman und Kingman. Kalte Getränke und viel Schatten.

29. Oatman und Sitgreaves Pass (Tag 13)

Das Highlight für Motorradfahrer: Die alte Straße über den Sitgreaves Pass hat enge Kehren, steile Abhänge und kaum Leitplanken. In Oatman laufen wilde Esel über die Straße, also langsam fahren. Fahrzeuge über 40 Fuß sind gesperrt.

30. Roy’s in Amboy (Tag 13)

Das Googie-Schild mitten in der Mojave. Zwischen Amboy und Ludlow gibt es keinen Service: vorher volltanken, Wasser mitnehmen und im Sommer die Mittagshitze meiden.

31. Bagdad Cafe in Newberry Springs (Tag 13)

Der Drehort von „Out of Rosenheim“ ist bei deutschen Bikern ein Muss. Innen voller Grüße von Besuchern aus aller Welt.

32. Santa Monica Pier (Tag 14)

Das Ziel: „End of the Trail“ am Pier. Durch Los Angeles brauchst du Geduld. Parken am Pier ist teuer, früh am Morgen ist es ruhiger.

100 Jahre Route 66

Am 11. November 1926 wurde die Route 66 eingeweiht. Zum 100. Geburtstag feiert Tulsa am 11. November 2026 mit Parade und Konzerten, in Albuquerque gibt es am 7. November „Chrome & Neon at 100“. Wer zum Jubiläum fährt, bucht Motels und Mietmotorrad besonders früh.

Eigene Route-66-Tour planen

Übernimm die Route in den Tourplaner und passe sie an: andere Etappenlängen, Abstecher zum Grand Canyon oder nach Las Vegas. Nach der Reise machst du aus deinem GPX und den Fotos ein Tourvideo.

Häufige Fragen

Wie lange braucht man für die Route 66 mit dem Motorrad?

Mit 14 Fahrtagen kommst du entspannt durch, mit Ruhetagen und Abstechern plane zwei bis drei Wochen ein.

Wann ist die beste Zeit für die Route 66 mit dem Motorrad?

Mai bis Juni und September bis Oktober. Im Juli und August ist es in der Wüste oft über 40 °C heiß.

Kann man auf der Route 66 ein Motorrad mieten?

Ja, Vermieter in Chicago und Los Angeles bieten Touring-Motorräder auch als Einwegmiete an, meist gegen Aufpreis.

Wo ist die Route 66 am kurvigsten?

Am Sitgreaves Pass zwischen Kingman und Oatman in Arizona. Schöne Kurven gibt es auch bei Devils Elbow in Missouri.

Quellen

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Stand der Angaben: Oktober 2026.